Survivor – Format und Regeln
On 21. Oktober 2018 | 0 Comments | der lese-blog, Übersicht | Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

 

CRUSOE 2.0 –
Ein Leben- zwei Geschichten


Aus dem neuen Abenteuerbuch von Volker Kreuzner

Zur neuen Survivor-Staffel bei VOX.

Survivor –  S. 11-14 aus “Crusoe 2.0”.


“… das TV-Spiel. Drehort: Südchinesisches Meer. …”

 

Das Spiel. Format und Regeln. »Survivor« ist ein Reality-Fernseh­konzept, das in Schweden unter dem Titel »Expedition Robinson« entwickelt wurde und dort 1997 bis zu 2,3 Millionen Zuschauer erreichte. Das Format wurde in vielen Ländern weltweit unter verschiedenen Bezeichnungen übernommen und ausgestrahlt. Im Jahr 2000 startete eine US-amerika­nische Ausgabe mit dem Titel »Survivor«, die bis jetzt von CBS ausgestrahlt wird und schon 32 Staffeln bis 2017 umfasst. Dieser CBS-Ableger diente als Vorlage für das deutsche Format »Survivor – überwinde, überliste, überlebe«. In Deutschland und für »ProSieben« reichte es nur zu einer Staffel. Allerdings hat keine Nation weltweit auch nur annähernd die 50 Tage Spieldauer von ProSieben erreicht. In der Regel dauern die Aufzeichnungen international bis zu 39 Tage. Die Erstausstrahlung der deutschen Staffel war am 14. August 2007. Die ersten vier Folgen starteten zur Primetime um 20:15 Uhr. Trotz 1,6 Millionen Zuschauern konnte sich »Survivor« gegen starke RTL-Serienkonkurrenz nicht durchsetzen und es erfolgte eine Verschie­bung auf die Sendezeit 22:15 Uhr. Als die Reich­weite in der werberelevanten Zielgruppe 13 – 49 Jahre nur noch knapp über 5% betrug, verbannte ProSieben das bereits abgedrehte und bezahlte Format auf den Samstag­morgen. Das Finale flimmerte am 17. November 2007 über die deutschen Bildschirme.

Im deutschen Ableger von ProSieben wurde eine Gruppe von Menschen auf einer abgelegenen Insel in Malaysia ausgesetzt. Die Kandidaten wurden in die zwei Teams, Tasik (blau) und Gunung (gelb), aufgeteilt. Sie mussten in einer fremden, extremen, unbekannten Umgebung, auf sich allein gestellt, ihr Überleben sichern. Ohne fremde Hilfe, unter ungewohnten Bedingungen, ohne Nahrung, Feuer und Unterkunft mussten sich die Kandidaten um sich selbst und ihr jeweiliges Team kümmern. Regelmäßig fanden Wettkämpfe, sogenannte »Challenges« statt, bei denen das siegreiche Team eine Belohnung oder die sogenannte »Immunität« gewinnen konnte. Der Gewinn einer Immunitäts-Challenge war ganz besonders wichtig, denn er bot Schutz beim »Inselrat«. Der Inselrat bezeichnete eine Wahl, bei der am Abend des Wettkampfes ein Mitglied des unterlegenen Teams von den eigenen Team­kollegen in geheimer Abstimmung aus dem Spiel gewählt wurde und die Insel sofort verlassen musste. Es konnte vorkommen, dass Kandidaten das Spiel aber auch aus medizinischen Gründen verließen, nachdem sie sich verletzt hatten, krank geworden oder den physischen und mentalen Anforderungen nicht länger gewachsen waren.

In der ersten Phase des Spiels traten bei diesen Wettkämpfen die Teams gegeneinander an, wobei nur das siegreiche Team die Belohnung bzw. Immunität gewinnen konnte. Da sich durch die geheimen Abwahlen im Inselrat die Anzahl der im Spiel verbliebenen Mitspieler stetig verringerte, kam es in der Endphase zu einer Zusammenführung (dem »Merge«) der beiden Teams, und alle verbliebenen Kandidaten wurden zu einem einzigen neuen Team Api (rot) zusammengelegt. Die Wettkämpfe wurden ab diesem Zeitpunkt im sportlichen Einzelkampf (jeder gegen jeden) ausgetragen und nur der Sieger konnte folglich die Belohnung oder Immunität gewinnen. Alle anderen Mitspieler blieben im Inselrat gefährdet und mussten sich der geheimen Abwahl stellen. Am Ende blieben zwei Spieler übrig. Diese mussten sich dann dem Urteil einer Jury unterwerfen, welche aus den 9 nach dem Merge eliminierten Kandidaten und ehemaligen, abgewählten Teammitgliedern bestand. Anders als die Abgewählten der ersten Teamphase, welche den Heimflug antreten mussten, blieben die Herausgewählten nach der Zusammenführung auf einer Nachbarinsel mit dem TV-Team und waren als stille Beobachter bei den nächtlichen Wahlen im Inselrat dabei. Am Schluss bildeten sie diese Jury, welche dann aus den verbliebenen zwei Kandidaten den Gewinner wählte, der den Titel »Survivor« – einziger Überlebender und einen Geldpreis von 250.000 Euro erhielt.

Es gibt inzwischen mehrere Varianten von »Survivor« in verschiedenen Ländern, aber die US-amerikanische ist die bei weitem erfolgreichste Version. Die ersten elf Staffeln der Serie waren stets unter den zehn meistgesehenen Fernsehsendungen. »Survivor« gilt als führende Reality-Show in den Vereinigten Staaten, weil sie die erste profitable Sendung in diesem Genre war. Die Serie wurde für mehrere Emmy Awards nominiert und hat in einigen Kategorien auch gewonnen. Ihr Moderator Jeff Probst hat den Preis in der Kategorie »*Outstanding Host for a Reality or Reality-Competition – Hervorragendster Moderator einer Reality-Sendung» seit der ersten **Verleihung im Jahre 2008 vier Mal in Folge gewonnen.

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*Eingefügt im Oktober 2018 aus der englischen Originalbezeichnung für den Award.
** Ersetzt zum besseren Verständnis. Ausstrahlung gegen Verleihung.

Quellen: wikipedia.de        wikipedia.us

zum download  S. 11-14 “Survivor – Format und Regeln”

 

 


… mehr im Buch “Crusoe 2.0 – Ein Leben. Zwei Geschichten”

 

 

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Bild: Pro7, 2007.

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